Ordnungspolitik beginnt nicht erst beim „Hotspot“
„Die CDU Oberrad zeigt sich über die Stellungnahme des Magistrats zu den wiederkehrenden Sperrmüllablagerungen an der Offenbacher Landstraße 559–561 irritiert und verärgert. Die dort vertretene Grundeinstellung offenbart einmal mehr ein bedenkliches Maß an Gleichgültigkeit gegenüber den berechtigten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort.“ Mit diesen Worten kommentiert der Vorsitzende der CDU Oberrad, Stadtverordneter und Ortsvorsteher Christian Becker, die Stellungnahme des Magistrats vom 04.05.2026, ST 793.
Wer illegale Müllablagerungen erst dann ernst nimmt, wenn ein Bereich offiziell als „Hotspot“ eingestuft wird, verkennt die Realität im Stadtteil. Für die Anwohnerinnen und Anwohner ist jeder einzelne Fall von wildem Sperrmüll ein Ärgernis, das das Sicherheitsgefühl, das Erscheinungsbild des Quartiers und die Lebensqualität unmittelbar beeinträchtigt.
„Besonders befremdlich ist die erneute Bagatellisierung der Situation durch den Magistrat. Der Hinweis, es habe „nur“ sechs illegale Ablagerungen innerhalb von etwas mehr als einem Jahr gegeben, zeigt, wie weit Verwaltung und Lebenswirklichkeit auseinanderliegen. Jeder illegale Müllberg sendet das falsche Signal aus: dass Verwahrlosung geduldet wird und Verstöße letztlich folgenlos bleiben“, so Bernd Neumann weiter
Die CDU Oberrad fordert daher konkrete Maßnahmen statt statistischer Schönfärberei:
· die umgehende Installation klar sichtbarer Hinweisschilder in deutscher und englischer Sprache,
· verstärkte Kontrollen durch die Stadtpolizei,
· eine konsequentere Ahndung festgestellter Verstöße,
· sowie eine regelmäßige Überprüfung der Situation vor Ort gemeinsam mit den zuständigen Ämtern.
„Es darf nicht sein, dass erst gehandelt wird, wenn Zustände vollständig außer Kontrolle geraten. Prävention und sichtbare Ordnungspolitik müssen früher ansetzen. Die CDU Oberrad wird bei diesem Thema nicht lockerlassen. Wir stehen an der Seite der Bürgerinnen und Bürger, die zu Recht erwarten, dass illegale Müllablagerungen konsequent bekämpft und nicht kleingeredet werden“, konstatiert Christof Czmok abschließend.